Nur mal kurz … (5.353 km)

Hinteres Schutzblech am Grasshopper (Bild: Klaus Dapp)

Hinteres Schutzblech am Grasshopper (Bild: Klaus Dapp)

Ich wollte nur mal kurz das kaputte Schutzblech tauschen. Deshalb habe ich mir ein neues Schutzblech von HP Velotechnik besorgt und wollte das einfach 1:1 tauschen. Leider habe ich keine gescheite Werkstatt, so dass ich den Grasshopper an die Decke gehängt und die Reste des alten Schutzblechs abgeschraubt habe.

Um das Hinterrad ausbauen zu können, habe ich schnell die Luft aus dem Hinterrad gelassen und es ausgebaut. Dann nahm das Drama seinen Lauf … eigentlich war es ja ganz einfach. Zuerst mussten die beiden Schrauben direkt am Rahmen montiert werden. Das sollte ja kein Problem sein, da ich ein Originalschutzblech in der Hand hatte. Nach einer guten Stunde habe ich es dann begriffen … die Position eines der Löcher hat sich gegenüber meiner Version um ca. 5 Milimeter verändert. Eigentlich kann das nicht sein, da sich ja der Rahmen nicht verändert hat. Entweder habe ich ein „Montagsexempar“ oder ein „Restexemlar“ bekommen. Nachdem ich das Problem erkannt hatte, war klar was zu tun ist: Bohrer holen, neues Loch bohren und dann das Schutzblech am Rahmen festschrauben. Danach musste ich nur noch die hinteren Streben anbringen und das Hinterrad wieder einbauen und aufpumpen.

Dann habe ich die Gelegenheit genutzt und noch den Rahmen eingewachst. Jetzt kann ich wieder rappelfrei und ohne Rumgespritzte fahren. Ich hoffe, dass das Schutzblech jetzt lange hält.

Tag der offenen Tür bei HP Velotechnik am 24. Juni 2017 (5.353 km)

Firmensitz von HP Velotechnik in Kriftel (Bild: Klaus Dapp)

Firmensitz von HP Velotechnik in Kriftel (Bild: Klaus Dapp)

Am 24. Juni ist es wieder soweit – HP Velotechnik veranstaltet seinen Tag der offenen Tür. Dieses Jahr gibt es sogar eine eigene Internetseite dazu.

Ich bin gespannt, was für ein Programm es diesmal in und um den Firmensitz gibt… und ob das Wetter so ist, dass ich mit dem Grasshopper hinfahre – ich habe es zumindest fest vor.

Bürgerpflichten (5.318 km)

Fahrt zum Finanzamt (Bild: Klaus Dapp)

Fahrt zum Finanzamt (Bild: Klaus Dapp)

Eigentlich benutzte ich den Grasshopper ja nicht, um nur schnell in der Stadt rumzufahren. Dazu ist mir der Aufwand zu groß:

  • Radschuhe anziehen,
  • Fähnchen und Helm aus dem Keller holen und die Haustür feststellen,
  • nochmal in den Keller und den Grasshopper hochtragen und
  • dann wieder zurück die Tür zumachen.

Das geht mit dem Birdy in einem Gang…

Heute musste es dann doch sein. Nachdem ich fast den ganzen Tag damit zugebracht hatte, die Steuerunterlagen für letztes Jahr zusammenzutragen und dann alles brav in das Steuerprogramm einzutippen, wollte ich wenigsten die Formulare mit dem Liegerad zum Finanzamt bringen. Jetzt ist das Thema wenigstens erledigt und isch kann mich der Reparatur des Schutzblechs widmen, die Spezialradmesse besuchen und Ende Mai noch als Radkurier am Kirchentag mitmachen.

volle Distanz: 3.44 km
Maximale Höhe: 168 m
Minimale Höhe: 148 m
Download

Und dann hats knack gemacht (5.315 km)

Gebrochenes hinteres Schutzblech am Grasshopper (Bild: Klaus Dapp)

Gebrochenes hinteres Schutzblech am Grasshopper (Bild: Klaus Dapp)

Da war ich so begeistert von meinem flexiblen Schutzblech … und dann gab es heute wieder so ein unangenehmes Geräusch von hinten. Habe ich erst noch gehofft, dass ich vielleicht über etwas gefahren bin oder eine Schnalle vom Rucksack gegen den Rahmen geschlagen hat, musste ich dann doch feststellen, dass das Schutzblech hinten schon wieder gebrochen ist – diesmal eben an der nächsten festen Stelle.

Da muss ich also wieder mal was reparieren, statt zu radeln 🙁

Eichfahrt (5.305 km)

Tacho (Bild: Klaus Dapp)

Tacho (Bild: Klaus Dapp)

Das nervige an einer leeren Tacho-Batterie ist, dass eine neue Batterie besorgt werden muss, sondern die Neuprogrammierung des Tachos. Nachdem ich erfolgreich die Bedienungsanleitung wiedergefunden habe, machte ich mich deshalb ans Werk und versuchte alles wieder korrekt einzustellen. Dieser Aktion schloss sich dann eine Eichfahrt auf meiner „Trainingsrunde“ an. Das Ergebnis ist eindeutig: Zwischen GPS-Messund und Tacho ist eine Differenz von einem Prozent – das werde ich mit Fassung tragen.

GPS-Gerät Harmin 62s mit Tagesauswertung (Bild: Klaus Dapp)

GPS-Gerät Harmin 62s mit Tagesauswertung (Bild: Klaus Dapp)

 

Nationaler Radkongress in Mannheim (5.235 km)

Leah Treat, Director of Transportation in Portland/Oregon beim Nationalen Radkongress am 3. April 2017 in Mannheim (Bild: Klaus Dapp)

Leah Treat, Director of Transportation in Portland/Oregon beim Nationalen Radkongress am 3. April 2017 in Mannheim (Bild: Klaus Dapp)

Am 3. und 4. April fand in Mannheim der 5. Nationale Radverkehrskongress statt. Mannheim feiert in diesem Jahr unter dem Motto „Monnem Bike“ in beeindruckender Weise den 200. Geburtstag des Fahrrades und war deshalb „natürlicher Austragungsort“ dieses Kongresses.

Ein Höhepunkt war sicher der Vortrag von Leah Treat, der Direktorin der Verkehrsbereichs in Portland/Oregon. Sie erläuterte sehr anschaulich, wie sich durch eine engagierte Verkehrspolitik auch in wenigen Jahren die Situation für den Radverkehr erheblich verbessern kann. Dieser Vortrag hat deutlich gezeigt, was alles möglich ist, wenn es denn politisch gewünscht ist.

Auch bei den anderen Vorträgen hatte ich Glück und die „richtigen“ besucht. Ich habe mich über Digitalisierung und deren Auswirkungen auf den Radverkehr informiert. Sie haben mich in manchen Punkten zum Nachdenken gebracht. Besonders endrücklich fand ich die Vortragsrunde „Treffpunkt Straße: Fahrräder und autonome Fahrzeuge“

Moderator Dr. Miklós Kiss ist bei Audi für das Thema Autonomes Fahren verantwortlich und brachte die Gedanken der Automobilindustrie ein. Besonders in Erinnerung ist mir seine Aussage, dass es eine ganz erhebliche Herausforderung für das Autonome Fahren ist, nicht sofort stehenzubleiben, wenn ein Hindernis wie ein Rad auftaucht, sondern entsprechend dem menschlichen Vorgehen auch weiterzufahren. Ich hoffe, dass dies meiner Erwartung an  Autonome Fahrzeuge, vorsichtiger mit Radfahrern und Radfahrerinnen umzugehen, nicht entgegenwirkt.

Prof. Oliver Carsten von der Universität Leeds erläuterte auf dem aktuellen Forschungsstand die Auswirkungen auf die Sicherheit des Radverkehrs durch Autonome Fahrzeuge. Er machte dabei auch deutlich, dass das autonome Fahren dann besonders effektiv ist und mit Rad- und Fußverkehr kombinierbar ist, wenn die Höchstgeschwindigkeit gegenüber heute gesenkt wird. Darüber hinaus erläuterte er die Schwierigkeiten, Autonome Fahrzeuge mit dem Rad- und Fußverkehr zu kombinieren.

Stefanie de Hair-Buijssen von der Netherlands Organisation for Applied Scientific Research TNO zeigte die aktuellen Möglichkeiten auf, den Radverkehr „smarter“ zu machen. Das Spektrum reicht dabei von vibrierenden Sätteln oder Lenkergriffen bei Annäherung eines Fahrzeuges bis zum Bremslicht. Besonders in Erinnerung ist mir, dass sie klar gemacht hat, dass es auf absehbare Zeit auch „nicht smarte“ Räder geben wird.

Ich bin wirklich gespannt, wie die Entwicklung weitergehen wird – im Extremfall ist die Forderung denkbar, dass es Bereiche nur für Autonome Fahrzeuge geben wird. Damit wären wir dann wieder in den 1960er Jahren – nur dass es dann statt der autogerechten Stadt die an das Autonome Fahren angepasste Stadt wäre.

Leider konnte ich wegen eines dringenden Termins nicht an der abschließende Fahrad-Parade teilnehmen.

Symbol für 200 Jahre Fahrrad am Hauptbahnhof in Mannheim (Bild: Klaus Dapp)

Symbol für 200 Jahre Fahrrad am Hauptbahnhof in Mannheim (Bild: Klaus Dapp)

Von Wiesbaden nach Rüsselsheim (5.171 km)

Opel-Forum in Rüsselsheim (Bild: Klaus Dapp)

Opel-Forum in Rüsselsheim (Bild: Klaus Dapp)

Von Wiesbaden lässt sich Rüsselsheim in etwas mehr als 20 Kilometern fast ohne Steigungen mit dem Rad erreichen.

Start am Landeshaus in Wiesbaden (Bild: Klaus Dapp)

Start am Landeshaus in Wiesbaden (Bild: Klaus Dapp)

Hinter dem Landeshaus geht es erst einmal ein kurzes Stück bergauf bis zum Konrad-Adenauer-Ring. Danach geht es bis zum Rhein bergab.

Rheinpromenade in Wiesbaden (Bild: Klaus Dapp)

Rheinpromenade in Wiesbaden (Bild: Klaus Dapp)

Nach kurzer Zeit wird auf dem Europäischen Rheinradweg die Mündung des Mains erreicht.

Fluss-Kreuzfahrtschiff auf dem Main (Bild: Klaus Dapp)

Fluss-Kreuzfahrtschiff auf dem Main (Bild: Klaus Dapp)

Nach der Querung auf die südliche Seite verläuft der Weg entlang des Maindeichs nach Rüsselsheim.

Opel-Werk in Rüsselsheim (Bild: Klaus Dapp)

Opel-Werk in Rüsselsheim (Bild: Klaus Dapp)

volle Distanz: 22.23 km
Maximale Höhe: 160 m
Minimale Höhe: 52 m
Download

Im Märzen der Bauer … (5.146 km)

Grasshopper vor neu angelegtem Spargelacker (Bild: Klaus Dapp)

Grasshopper vor neu angelegtem Spargelacker (Bild: Klaus Dapp)

Nachdem ich an den letzten Wochenenden entweder unterwegs oder krank war, gab es heute endlich mal wieder die Gelegenheit, bei sonnigem Wetter meine kleine Trainingsrunde zu fahren. Zum Glück war es ziemlich windig, sonst hätte ich wohl überhaupt keine Ausrede, warum ich so langsam unterwegs war.

Neben meinem deutlichen Trainingsrückstand bin ich aber auch gemütlich unterwegs gewesen, um den Frühling zu genießen. Endlich war es mal wieder richtig sonnig. Gegen den Wind hatte ich mein meine kurze warme Unterhose (mit Windstopper an der entscheidenden Stelle) und meine winddichte Weste an.  So konnte ich die Fahrt genießen und sehen, dass die Bauern schon kräftig am Arbeiten waren. So träumte ich schon ein wenig von Grüner Soße, Spargel und anderen vegeratischen Gerichten…

Jetzt hoffe ich, dass es auch unter der Woche mal schaffe, aufs Rad zu sitzen.

Ab in die Werkstatt (5.113 km)

Grasshopper mit großem Rucksack (Bild: Klaus Dapp)

Grasshopper mit großem Rucksack (Bild: Klaus Dapp)

Auch wenn ich im letzten Jahr viel weniger gefahren bin als ich mit das vorgestellt habe, so wollte ich doch eine Jahresinspektion machen lassen – auch in der Hoffnung, dass ich 2017 wieder mehr Zeit auf dem Rad verbringe. So habe ich mal ein paar Überstunden abgefeiert und eine Fahrt nach Basel zur Nacht der Museen mit dem Wegbringen des Rades verbunden. Bei kaltem aber sonnigen fuhr ich von Nauheim nach Trebur und gab das gute Stück ab.

Fahrrad Claus macht jeweils eine Annahme, bei der Anhand einer Checkliste die Wünsche und die klar erkennbaren Arbeiten der Jahresinspektion festgelegt wurden. Folgende Positionen waren fällig

  • Austausch des hinteren Kennenschutzrohrs
  • Ölwechsel bei der Rohloff-Schaltung
  • Tauschen der Bremsbeläge
  • „Entknarzen“ des Sitzes

Außerdem wurde so Diverses wie das Steuerlager wieder festgezogen und nachgestellt.

Insgesamt habe ich dafür 260 Euro bezahlt … 25 Euro hätte ich mir sparen können, wenn das Rad nicht völlig verdreckt gewesen wäre. Im Gegensatz zu meinem Faltrad trage ich den Grasshopper nicht drei Stockwerke hoch und putze das Rad im Bad. Jetzt ist er aber schön sauber und ich muss mal schauen, dass ich noch etwas Wachs dranbringe, damit das auch lange so bleibt.

Bei der Rückfahrt gab es mal wieder ein Bahnerlebnis. Nachdem der erste Zug ausgefallen ist, bin ich von Nauheim nach Groß-Gerau geradelt, um nicht ganz so lange frieren zu müssen. Als der nächste Zug dann in Groß-Gerau ankam, rief der Lokführer gleich, dass er das Rad eigentlich überhaupt nicht mitnehme. Ich hatte wirklich keine Lust, darüber zu debattieren und meinte nur, ich würde ihm meine Bahncard 100 gerne zeigen.

Ich habe dann nachgeschaut. In den RMV-Beförderungsbedingungen heißt es: „Als Fahrräder gelten einsitzige Zweiräder, Tandems sowie Fahrräder mit elektromotorischen Hilfsantrieb, wenn sie nicht unter die EU Richtlinie 2002/24/EC fallen und somit keine Zulassung benötigen. Alle sonstigen Fahrzeuge mit Motorausrüstung, hierzu zählen auch Elektromobile und Elektroscooter, sowie Sonderkonstruktionen (z. B. Zweiräder mit langem Radstand und Lastenräder) sind von der Mitnahme ausgeschlossen.“

Da stellt sich jetzt die Frage, ist ein Liegerad eine Sonderkonstruktion? Am Darmstädter Bahnhof wechselt der Zug die Fahrtrichtung und ich traf auf den Lokführer. Ich sprach ihn an und bemerkte, dass ich den Text so nicht kenne. Dass ich aber der Meinung bin, dass der Grasshopper als einsitziges Zweirad gilt. Wir diskutieren eine Weile und mir gelang es ganz gut, seine Argumente zu entkräften … denn der Grasshopper ist nun mal kürzer als ein Normalrad, der Kettenkranz vorne geschützt und ich habe Gute zum Festmachen. Beim Verabschieden meinte er dann, dass er „das nächste mal die Fresse hält“ und dass ich als einer der wenigen mit ihm im vernündigen Deutsch gute Argumente benannt habe.

Ich war dann doch froh, als ich bei mir daheim war und erst mal warm duschen konnte.

Flexibilisierung (5.106 km)

Neues Hybridschutzblech (Bild: Klaus Dapp)

Neues Hybridschutzblech (Bild: Klaus Dapp)

‎Nach dem zweiten gebrochenen Schutzblech will ich es jetzt mit mehr Flexibilität probieren. Durch die Federung schwingt die Hinterradschwinge mit vergleichsweise hohen Frequenzen. Da reicht dann schon eine kleine Vorschädigung, damit das Schutzblech bricht.

Verbliebener Schutzblechrest (Bild: Klaus Dapp)

Verbliebener Schutzblechrest (Bild: Klaus Dapp)

Das Phänomen kenne ich noch von meinem Ostrad. Dort hatte ich das gesamte Schutzblech durch einen alten Mantel ersetzt. Da das Schutzblech zweimal hinter der vorletzten Strebe gebrochen ist, probiere ich jetzt eine „Hybrid-Lösung“ aus. Ich bin gespannt, ob sich die Idee und ihre Ausführung bewährt.

Ansicht von hinten (Bild: Klaus Dapp)

Ansicht von hinten (Bild: Klaus Dapp)

Schutzblechhalterung als Verstärkung (Bild: Klaus Dapp)

Schutzblechhalterung als Verstärkung (Bild: Klaus Dapp)

Mit den Zwischenhalterungen habe ich die Form des Mantels aufgespannt, um eine halbwegs einheitliche Form zu erreichen … den Schönheitspreis gewinnt das Ganze noch nicht. Vielleicht muss ich eine zweite Version bauen.

Nieten von oben - in der Decke ohne Unterlagscheibe (Bild: Klaus Dapp)

Nieten von oben – in der Decke ohne Unterlagscheibe (Bild: Klaus Dapp)

Leider habe ich keine gescheite Werkstatt, so dass mal wieder etwas Gebastel entstanden ist … ich bin gespannt, wie lange die Konstruktion hält.

Bei einer kleinen Probefahrt hat sich der tiefer heruntergezogene Rand des Fahrradmantels schon bewährt: Der Dreck wurde zurückgehalten. Das spricht für eine Komplettlösung, da ich mich  seit Anfang an über die Spritzerei trotz Schutzblech ärgere. Einen echten Test mache ich erst nach der Jahreswartung, sonst wird das werkstattgerechte Vorreinigung noch umfangreicher (und damit teurer). Der Griesheimer Sand im Frühjahr ist sicher ein Härtetest…