Gute Vorsätze 2018 (7.411 km)

Grasshopper auf der Trainingsrolle im Fahrradkeller (Bild: Klaus Dapp)

Grasshopper auf der Trainingsrolle im Fahrradkeller (Bild: Klaus Dapp)

Schon nach unserer Radtour im Sommer habe ich mir fest vorgenommen, dass ich mehr im Training bleiben will. Es macht dann einfach auch schon am Anfang einer Tour mehr Spaß. Ganz besonders im dem Winter ist der innere Schweinehund meist ziemlich stark. Da ist es zu kalt, nass, dunkel … sprich es gibt zu viele Ausreden, um sich nach der Arbeit noch ein Stündchen aufs Rad zu setzen. Und spätestens im Frühjahr bei der ersten längeren Strecke ist dann wieder die Verwunderung groß, dass es spezielle Liegeradmuskeln gibt – für Kennerinnen und Kenner, genau die „auf“ den Oberschenkeln.

Deshalb habe ich mich im Herbst umgeschaut, ob es Hometrainer in „Liegeradform“ oder Rollen gibt, die für den Grasshopper geeignet sind. Hometrainer in „Liegeradform“ habe ich nur im Reha-Bereich gesehen – dann allerdings so riesig und hochpreisig, dass ich das abhaken musste. Am spannendsten hätte ich ein Trainingsgerät gefunden, dass ich für Rennräder gesehen habe. Dort wird das Hinterrad ausgebaut und dann das Rad direkt über die Kette verbunden. Leider geht das nur mit „großen Rädern“ und ist auch nicht wirklich günstig.

Also suchte ich nach einer „normalen“ Rolle für kleine Räder zu einem kleinen Preis. Spezielle Trainingsfunktionen wie Simulationen von klassischen Radrennen, eine Teamfunktion oder Wettkampffunktionen per App schienen mir nur unnützer Schnickschnack zu sein.

Eine intensive Internetrecherche zeigt, dass solche Rollen nur für Räder mit mehr als 20 Zoll angeboten werden. Ich war schon ziemlich angenervt, als ich auf der Internetseite von Decathlon fündig wurde. Dort fand ich ein Angebot, das preislich meinen Vorstellungen entgegenkam – und noch wichtiger – auch für 20 Zoll Räder geeignet sein sollte.

Nach kurzem Ringen, ob ich so was wirklich im Internet bestellen sollte, habe ich mich dazu entschlossen. Es kam wie es kommen musste. Erst einmal wurde die Sendung in zwei Sendungen aufgeteilt. Die eine landete nach wenigen Tagen in einem Paketshop und musste innerhalb der Öffnungszeiten abgeholt werden. Die andere Sendung landete bei einem Nachbarn. Nach zwei Wochen hatte ich dann alle Pakete beisammen und wollte mich endlich ans Aufbauen machen. Leider stand in der Anleitung Nichts mehr von 20 Zoll Rädern. Stattdessen wurde präzise beschrieben, wo für 29, 28 und 26 Zoll Räder die Rolle montiert werden sollte. Ich war ziemlich sauer und kurz davor, den ganzen Kram zurückzuschicken. Vor allem als ich nachprüfte, ob ich mich vielleicht vertan hatte und auf der Internetseite explizit von 20 Zoll Rädern die Rede war … und außerdem, das Modell um 50 Euro auf 150 Euro reduziert angeboten wurde.

Ich wandte mich also an den Decathlon-Service und frage, wie ich denn jetzt das Teil montieren soll. Ich bekam quasi umgehend eine Mail, dass die Anfrage an ein spezielles Kundencenter weitergeschickt wurde … dann passierte Nichts. Nach mehr als zwei Wochen fragte ich dann nach. Nach einigen Mails zur Erklärung meines Problems bekam ich dann den Hinweis, ich möge doch beim Hersteller nachfragen. Super! Erst als ich dann ziemlich sauer zurückschrieb, dass Decathlon das Teil mit der Eigenschaft „kompatibel zu 20 Zoll“ verkauft und dann ja wohl dafür zuständig sei, dass das auch funktioniert, kam der Service seiner Aufgabe nach. Und einige Tage später erhielt ich die Antwort, dass ich die Rolle mit der Position für 26 Zoll Räder montieren soll.

Als ich dann endlich wieder Zeit hatte, machte ich mich auf und wieder Erwarten ließ sich die Rolle dann auch rasch montieren und das Rad einsetzen. Voller Misstrauen setzte ich mich darauf und konnte erfreut feststellen, dass ich nicht umfalle. Auf Grund der anderen Krafteinwirkung im Vergleich zum Rennrad ist das ganze zwar ein wenig wackelig, aber das darf jetzt wirklich keine Ausrede mehr sein.

Hinterrad auf der Rolle (Bild: Klaus Dapp)

Hinterrad auf der Rolle (Bild: Klaus Dapp)

Die ersten 15 Minuten haben gut funktioniert … nur dass es furchtbar langweilig ist, im Fahrradkeller zu sitzen und zu kurbeln. Beim zweiten mal habe ich mir Kopfhörer mitgebracht und Musik gehört. Das ist dann ziemlich dekadent, mit geschlossenen Augen und an die Kopfstütze gelehnt zu pedalieren.

Inzwischen habe ich schon einige Einheiten hinter mir – mit einem Buch zum Lesen. Das geht wohl nur auf dem Liegerad… und ist dann noch ein Vorteil, den ich bisher bei Fragen, warum ich Liegeradfahre, noch nie erwähnt habe.

Jahresplanung … Tag der offenen Tür bei HP Velotechnik am 16. Juni 2018 (7.411 km)

Der Jahreswechsel ist für viele Berufstätige der Zeitpunkt für die Urlaubsplanung … deshalb hier ein paar (Liege-)radtermine, die ich mir vorgenommen habe:

  • 28./29. April 2018 Spezialradmesse in Germersheim
  • 16. Juni 2018 Tag der offenen Tür bei HP Velotechnik in Kriftel – im Jubiläumsjahr 25 Jahre HP Velotechnik
  • 8,.10. Juli 2018 Eurobike in Friedrichshafen (dieses Jahr nur für Fachbesucher)

Weitere Termine aus der Liegerad-Szene finden sich auch auf dem Kalender des Velomobilforums.

Der 16. Juni 2018 ist noch (fast) ein Geheimtipp –  aber ich habe ihn mir noch einmal bestätigen lassen. Ich bin gespannt, was zum Jubiläum in Kriftel zu sehen sein wird – und ob bis dahin die Vitrine für den Hessischen Exportpreis 2017 fertig ist 🙂

 

Im Stich gelassen… (7.411 km)

Da wollte ich rasch noch einen Weihnachtsbrief wegbringen … und dann hat mich der Grasshopper im Stich gelassen.

Schon beim Losfahren wunderte ich mich über ein merkwürdiges Rasselgeräusch. Das ignorierte ich eine Weile, bis daraus ein grauseliges Schleifgeräusch wurde. Nach zwei Versuchen wusste ich wo es herkam. Die beiden Schrauben, die das hintere Schutzblech am Rahmen fixierten sollten, waren lose. Ohne Werkzeug hatte ich keine Chance daran zu kommen.

Begleitet von zunehmenden Schleifgeräuschen fuhr ich langsam weiter, um den Brief einzuwerfen. Dann fuhr ich zur nächsten Straßenbahnhaltestelle und schleifte das Rad in die Bahn – wie gut, dass das in Darmstadt möglich ist.

Daheim angekommen baute ich das Hinterrad aus und zog die Schrauben wieder fest – diesmal mit Schraubenkleber. Ich hoffe, das hält jetzt dauerhaft. Und zur Ehrenrettung des Grasshoppers … ich hätte auch gleich schauen können, was da so klappert.

Nur mal schnell… (7.403 km)

Alte und neue Bremsbeläge (Bild: Klaus Dapp)

Alte und neue Bremsbeläge (Bild: Klaus Dapp)

Bei der letzten kleinen Ausfahrt habe ich gemerkt, dass kein Weg mehr daran vorbeiführt, die Bremsbeläge der Vorderradbremse zu ersetzen. Schon bei der Schwarzwaldrundfahrt habe ich bei den Abfahrten kein wirklich gutes Gefühl mehr gehabt. Jetzt habe ich kein gutes oder schlechtes Gefühl mehr … die Vorderbremse bremst einfach nicht mehr. Nach dem Ausbau konnte ich dann gut sehen, dass die Beläge ziemlich abgefahren waren.

Saftkiste als Werkstattausstattung (Bild: Klaus Dapp)

Saftkiste als Werkstattausstattung (Bild: Klaus Dapp)

Offensichtlich haben unsere Strandfahrten und die Fahren mit Gepäck (… und vielleicht auch ein bisschen mein höheres Gewicht …) zu einem verstärktem Verschleiss geführt.

Leider habe ich mal wieder zwei Anläufe gebraucht. Nachdem kein Weg mehr daran vorbeiführte, die Reparatur selber zu machen, da mir der Weg zur Werkstatt mit der unzureichenden Bremsen zu riskant erschien, baute ich das Rad aus und bockte das Rad auf der Vordergabel auf einer Saftkiste auf. Das lief überraschend gut. Vorsichtig baute ich die Bremsbeläge aus und machte alles sauber. Als ich nach den neuen Belägen griff, erlebte ich eine unschöne Überraschung … das waren die Beläge für die Scheibenbremse in meinem Faltrad. Da war ich beim Einkaufen wohl in Gedanken. Schlechtgelaunt baute ich die alten Beläge wieder ein. Klar dass inzwischen alle Radläden in der Umgebung zu hatten.

"Fahrradständer" im Fahrradkeller (Bild: Klaus Dapp)

„Fahrradständer“ im Fahrradkeller (Bild: Klaus Dapp)

Im zweiten Anlauf hat es dann gut geklappt. Alles war schön sauber und ich musste nur noch die Beläge tauschen. Und siehe da – es bremst wieder. Jetzt gibt es keine Ausrede mehr, mehr Radzufahren.

 

Da lagen sie richtig – Podiumsdiskussion zur Zukunft des Fahrrads im hessischen Landeshaus auf Liege-Trikes (7.355 km)

Ich schreibe meine Beiträge selber – aber diese Pressemitteilung von Alexander Kraft, Pressesprecher von HP Velotechnik, gefällt mir so gut, dass ich sie vollständig übernehme:

Podiumsdiskussion im Plenarsaal des Hessischen Wirtschaftsministeriums (Bild: HP Velotechnik)

Locker aus dem Liegeradsitz: Podiumsdiskussion „Vom Laufrad zur digitalen Mobilität“ im Hessischen Landeshaus mit den Teilnehmern (v.l.n.r.) Volkhard Malik (Verkehrsverbund Rhein-Neckar), Paul Hollants (HP Velotechnik), Stefan Janke (ADFC Hessen), Michael Adler (Moderation, Chefredakteur VCD-Magazin fairkehr), Claudia Jäger (Erste Kreisbeigeordnete Kreis Offenbach), Wolfgang Herda (ADAC Hessen-Thüringen), Prof. Dr. Petra Schäfer (Frankfurt University of Applied Sciences) (Bild:HMWEVL)

„Es dürfte die wohl Fahrrad-affinste Podiumsdiskussion zum Thema Fahrrad in diesem an Jubiläumsveranstaltungen so reichen Jahr gewesen sein: Die Teilnehmer rollten am Dienstagabend im Plenarsaal des Hessischen Landeshauses auf sieben Trikes ein – und bestritten die Debatte unter dem Titel „Vom Laufrad zur digitalen Mobilität“ dann locker aus dem Liegeradsitz. Den Rahmen dafür gab die Fahrrad-Jubiläumsveranstaltung des Hessischen Verkehrsministeriums, mit der das Land gleich drei runde Velo-Termine feierte: Neben Karl von Drais‘ Erfindung der Laufmaschine vor 200 Jahren sind das die Hessischen Radfernwege, die vor 25 Jahre eröffnet wurden, sowie der Radroutenplaner Hessen, den das Land vor zehn Jahren freigeschaltet hat.

Diese Projekte würdigten die Teilnehmer der Diskussionsrunde als hessische Errungenschaften, formulierten aber in ihren Statements einen dicken Aufgabenkatalog an die Politik. Moderator Michael Adler, Chefredakteur des VCD-Magazins „fairkehr“, gab mit dem Stichwort Elektrorad als wichtigste Entwicklung der letzten Jahr die Richtung vor. Stefan Janke (Vorstand ADFC Hessen) begrüßte die vielfältigen neuen Möglichkeiten, die sich durch diese E-Mobilität schon jetzt ergeben. Er prangerte aber die fehlende Sicherheit im Verkehr für schwächere Teilnehmer wie Radler und Fußgänger an, da halte die Politik nicht Schritt mit der Entwicklung.

Die Verkehrswissenschaftlerin Professor Petra Schäfer (Frankfurt University of Applied Sciences) erläuterte, dass ihr Team in beratender Funktion für die Politik zuletzt dem Ansinnen der Auto-Lobby nach mehr Platz entgegen getreten sei. Unter dem Beifall der mehr als hundert Besucher sagte sie mit Blick auf immer dickere SUV’s: „Wir sagen: keine breiteren Straßen, keine größeren Parkplätze.“ Volkhard Malik vom Verkehrsverbund Rhein-Neckar warnte die Politik vor zu langsamem Handeln. Jetzt sei das Geld da, wenn die notwendige Infrastruktur für mehr Radverkehr nicht schnell geschaffen werde, schließe sich das Zeitfenster.

Paul Hollants, Geschäftsführer des Liegeradherstellers HP Velotechnik, der das Podium gewissermaßen bestuhlt hatte, wies als Vertreter der Fahrradindustrie auf die Potenziale der E-Bikes hin. „Tempo 30 sowohl für Rad als auch Auto in der Stadt sind machbar.“ Zudem sollten sich Politik und Verwaltung nicht vor den Möglichkeiten verschließen, die sich durch S-Pedelecs als Pendler-Fahrzeuge ergäben. Passend dazu führt Claudia Jäger, als Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Offenbach eine der Adressaten, aus, man habe in den letzten Jahren „große Anstrengungen unternommen, um entsprechende Wege für Radpendler in der auf Frankfurt zentrierten Region zu schaffen. Was Hollants mit dem Hinweis konterte, dass man dann künftig noch viel stärker das Augenmerk auf Park- und Abstellmöglichkeiten für Velos legen müsse. Wolfgang Herda (ADAC Hessen-Thüringen) schließlich betonte, sein Verein verfolge mittlerweile einen „integrativen Ansatz“. Seine Aussage, man sehe Radler heute als „gleichberechtigt“ an, quittierte das Publikum mit Beifall.

Bei der Geburtstagsfeier für die Hessischen Radfernwege und den Radroutenplaner zuvor hatte Hessens Wirtschaftsund Verkehrsministers Tarek Al-Wazir gesagt: „Angebote wie diese beiden hessischen Projekte schaffen attraktive Rahmenbedingungen fürs Fahrradfahren und fördern damit die Radnutzung. Wir wollen weiter in diese Richtung gehen und das Fahrrad zu einem wichtigen Element der Verkehrswende machen.“

1992 wurde auf Initiative des Landes damit begonnen, den Fahrradtourismus in Hessen zu entwickeln. Seither koordiniert das Hessische Verkehrsministerium das landesweite Netz von Radfernwegen, das inzwischen auf 3300 Kilometer gewachsen ist. Der Radroutenplaner Hessen ist seit Mai 2007 online. Gemeinsam mit dem Radroutenplaner NRW war er der erste seiner Art. 2009 wurde er um ein Mängelmeldesystem ergänzt, das mit dem Deutschen Fahrradpreis ausgezeichnet wurde.“

Text: Alexander Kraft, HP Velotechnik

Plauderstündchen in Kriftel (7.355 km)

Gepäckträgertransport auf dem Grasshopper im Frankfurter Stadtwald (Bild: Klaus Dapp)

Gepäckträgertransport auf dem Grasshopper im Frankfurter Stadtwald (Bild: Klaus Dapp)

Wunderschönes Herbstwetter und schon zwei Tage kein Liegerad mehr gefahren, da beschloss ich, den defekten Gepäckträger einfach per Grasshopper nach Kriftel zu fahren (und damit den Weg zum Logistikdienstleister zu sparen). Damit es ein Besuch und kein Überfall wird, habe ich kurz vor Start noch Alexander Kraft, den Pressesprecher von HP, angerufen.

Danach fuhr ich los und ärgerte mich erst mal, dass ich zwar gestern den Gepäckträger getauscht habe, aber das Ölen der Kette ebenso vergessen hatte wie die Absenkung des Drucks im hinteren Dämpfer, den ich für die Schwarzwaldfahrt erhöht hatte. So rumpelte ich leicht quietschend durch den Wald. Am Bahnübergang über die Riedbahn musste ich fast 15 Minuten warten … das erforderte schon ziemlich viel Disziplin, das Rad nicht einfach um die Schranken herum zu schieben. Danach trat ich noch etwas kräftiger in die Pedale, um halbwegs zur angekündigten Zeit anzukommen.

"Bettelbahnübergang" - aber nachdem die Züge durch waren, durfte ich sofort durch (Bild: Klaus Dapp)

„Bettelbahnübergang“ – aber nachdem die Züge durch waren, durfte ich dann auch durch (Bild: Klaus Dapp)

In Kriftel angekommen, kam mir Alexander Kraft auch schon am Eingang entgegen und begrüßte mich. Alexander Kopp aus dem technischen Vertrieb, mit dem ich auf der Eurobike über meinen Gepäckträger gesprochen hatte und Bilder zugeschickt hatte, war leider krank. So bin ich gespannt, was er noch zum Bruch des Gepäckträgers sagt.

Mit Alexander Kraft hatte ich noch Gelegenheit einen Kaffee zu trinken. Ich wollte natürlich wissen, ob es schon erste Rückmeldungen nach der Eurobike gibt. Insgesamt ist der Stand mit der neuen Messetechnik und der neuen Corporate Identity sowohl bei den Besucherinnen und Besuchern, die bewusst zu HP Velotechnik an den Stand gekommen sind, und den zufälligen Besucherinnen und Besuchern auf gute Resonanz stieß. Auch die Resonanz auf die Neuigkeiten war gut. Vor allem der Blinker für die Dreiräder und die Pinion-Schaltung im Ausleger wurden positiv wahrgenommen. Der Blinker hat offenbar viel Interesse gerade im Reha-Bereich ausgelöst.

Aus der Diskussion, ob nun die Pinion- oder die Rohloff-Schaltung die bessere Option ist, hält sich HP raus. Für den Einsatz mit Hinterradmotor ist die Pinion-Schaltung technisch bedingt die einzige Nabenschaltungsoption. Ich bin gespannt, ob diese dann doch ziemlich hochpreisige Ausführung auch entsprechend nachgefragt wird – so soll beispielsweise eine Streetmachine Gte mit Go Swissdrive-Motor und Pionion-Schaltung rund 6.300 Euro kosten. Wie sich die Neuheiten auf die Verkaufszahlen auswirken, wird sich erst in den nächsten Monaten zeigen. Mit dem Blinker und der Pinion-Schaltung bietet HP nachrüstbare Optionen an, die weit über kleine Ergänzungen wie die weiter angebotene Airzound-Hupe oder Ersatzteile hinausgehen.

Speziell für die Kundinnen und Kunden in den USA hat HP ein neues Angebot entwickelt, was stärker auf die dortigen Markt- und Kaufverhältnisse eingeht. Zu den Kaufgewohnheiten in den USA gehört es, dass die Kundinnen und Kunden die Produkte im Laden in der Regel sofort mitnehmen wollen. Dazu bauen die Fahrradhändler in den USA die Fahrräder in der Regel größtenteils selbstständig auf – im Gegensatz beispielsweise zu den Händlern in Deutschland, die in der Regel ein weitgehend vormontiertes Fahrrad beziehen, das die Kundinnen und Kunden nach Wunsch aus dem reichhaltigen Baukasten von HP konfiguriert haben. Damit sinkt bei diesen Rädern in der USA der „Kriftel-Anteil“ deutlich. Der Markt insbesondere für Liegedreiräder unterscheidet sich ebenfalls. In den USA besteht ein wesentlich breiteres Angebot an günstigen Liegedreirädern.

Während des Tages der offenen Tür wurde auch ein Grasshopper aufgebaut (Bild: Klaus Dapp)

Grasshopper im Werk Kriftel (Bild: Klaus Dapp)

Deshalb gibt es speziell für die USA spezielle Editionen „Sport“ und „Performance“ für das Gekko 26 (unfaltbar), das Gekko fx 20 (faltbar) und das Gekko fx 26 (faltbar). Diese sind weitgehend vorkonfiguriert und werden an die Händler als Pakete zur Montage ausgeliefert. Dadurch – und insbesondere durch den Verzicht auf die Falteigenschaft – können im Vergleich zu heute günstigere Preise angeboten werden. Im günstigsten Fall sind das knapp 1.900 Dollar – oder mit dem aktuellen Wechselkurs rund 1.600 Euro. Damit gibt es erstmals ein Angebot deutlich unter dem „Eckpreis“ von 2.000 Dollar. Im Vergleich dazu kosten die frei konfigurierbaren und faltbaren Modelle aus Kriftel rund 2.900 (Gekko fx 20) bzw. 3.000 Dollar (Gekko fx 26) – hier sind Zoll und Versandkosten wesentliche Kostentreiber.

Ich bin gespannt, ob sich HP damit noch stärker in den USA etablieren kann. Ich hoffe, dass das Konzept aufgeht und dadurch der Standort Kriftel gestärkt wird – auch damit die Konfigurationsmöglichkeiten in Deutschland erhalten bleiben.

Idylle am Main (Bild: Klaus Dapp)

Idylle am Main (Bild: Klaus Dapp)

Auf der Rückfahrt habe ich am Main eine kleine Mittagspause eingelegt. Da die Windrichtung passte, konnte ich dabei gut die am nahen Flughafen startenden Flugzeuge beobachten. Nach der Unterquerung der Landebahn kam ich noch am Übungsgelände der Flughafenfeuerwehr vorbei – nach der Anzahl der Zuschauer jenseits des Zauns war wohl gerade eine größere Übung zu Ende gegangen. Nachdem ich das Flughafengelände verlassen hatte, ging es unspektakulär wieder zurück. Unterwegs überholte mich ein E-Scorpionfahrer mit dem Streamer (Windschutz), der offensichtlich täglich auf der Strecke unterwegs war. Am Bahnübergang musste ich auf der Rückfahrt nur eine knappe Minute warten und konnte bald darauf den schönen Tagesausflug daheim beenden.

Vier Schrauben … wo soll denn da das Problem sein? (7.270 km)

Bruchstelle am Gepäckträger (Bild: Klaus Dapp)

Bruchstelle am Gepäckträger (Bild: Klaus Dapp)

Vor der Eurobike habe ich Alexander Kopp (Vertrieb Technik bei HP Velotechnik) wegen des  gebrochenen Gepäckträgers die Unterlagen (Kaufbeleg, Fotos) geschickt und ihn dann auf der Eurobike angesprochen. Er hat vorgeschlagen, dass der getauscht wird und er dann nach der Ursache schaut – an dieser Stelle schon einmal vielen Dank für die Kulanz! Und wir waren uns auch einig, dass der richtige Weg natürlich erst über den Händer gewesen wäre 😉

Ich habe mich ein bisschen gewundert, dass er mich gefragt hat, ob er einen neuen Gepäckträger an mich schicken soll oder an meinen Radhändler. Vier Schrauben sollte selbst ich wechseln können …

Ersatzgepäckträger (Bild: Klaus Dapp)

Ersatzgepäckträger (Bild: Klaus Dapp)

Ein paar Tage später kam dann ein riesiger Karton – mit dem Gepäckträger. Da ich seit dem Bruch schon rund 300 Kilometer gefahren bin, entschloss ich mich auch noch die Schwarzwaldtour zu machen und erst dann zu schrauben. Ein weiser Entschluss…

Zwischenzeitlich hatte ich bemerkt, dass das Kabel für das Rücklicht im Gepäckträgerrohr geführt wird – also vier Schrauben und ein wenig Gefummel. Auf der Rückfahrt aus dem Schwarzwald ist mir dann aufgefallen, dass die unteren Schrauben ins Schwingenlager gehen. Zuhause angekommen reichte ein Blick ins Handbuch, um zu erkennen, dass es nicht ganz so einfach wird. Ein festgelegtes Anzugsdrehmoment, Schraubenkleber und Warnhinweise, was beim Nichteinhalten so alles passiert („Gefahr! Zu geringes Anziehen der Achsverschraubung führt zu Spiel und Geräuschentwicklung beim Einfedern, im Extremfall … zu schweren Stürzen … zu fest … Gewinde der Achse ausreißen…).

Vorbereitende Arbeiten am Grasshopper (Bild: Klaus Dapp)

Vorbereitende Arbeiten am Grasshopper (Bild: Klaus Dapp)

Ich habe ja schon öfter über eine fehlende Werkstatt gejammert. So arbeitete ich im Gemeinschafts-Fahrradkeller und gemontierte als erstes das Kabel aus dem alten Gepäckträger. Nach einer kleinen Erweiterung der entsprechenden Löcher im neuen Gepäckträger gelang es mir dann auch das Kabel liebevoll einzubauen und den Platz für den Schutzschlauch zu haben, der ein Durchscheuern verhindern soll. Ein ganz wichtiges Werkzeug für das Einfädelns war eine zurechtgebogene Büroklammer …

Alter und neuer Gepäckträger nach den Tausch des Kabels für die Beleuchtung (Bild: Klaus Dapp)

Alter und neuer Gepäckträger nach den Tausch des Kabels für die Beleuchtung (Bild: Klaus Dapp)

In der Zeit stand der Grasshopper quasi ohne Hinterachse. Im nächsten Schritt musste ich „nur noch“ die Schrauben wieder ins die Gewinde bekommen. Das war bei den Schrauben für die Schwinge nicht ganz so einfach, da sich die Achse trotz aller Vorsicht verschob und die Schraube durch den Gepäckträger, den Rahmen ein Unterlegscheibchen in die Achse musste. Nach kurzer Zeit war ich doch leicht verzweifelt … und mit Schraubenkleber beschmiert. Nur war mir klar, warum mich Alexander Kopp gefragt hat, ob ich das selber montieren will. Mit dem Hintergedanken, wie peinlich (und umständlich) das ware, die Brocken einzusammeln und zum Radhändler zu bringen, mache ich mich neu ans Werk.

Grasshopper mit neuem Gepäckträger vor dem zweiten Montageversuch (Bild. Klaus Dapp)

Grasshopper mit neuem Gepäckträger vor dem zweiten Montageversuch (Bild. Klaus Dapp)

Im zweien Anlauf kleckerte ich den Schraubenkleber auf das Gewinde in der Achse und nach einigem Hin- und Herrütteln waren die Schrauben im Gewinde und ich konnte mit dem vorgegebenen Drehmoment anziehen. Was war ich froh … und ich weiß auch wieder einmal, warum Fahrradmechaniker(in) ein Ausbildungsberuf ist.

Der neu montierte Gepäckträger (Bild: Klaus Dapp)

Der neu montierte Gepäckträger (Bild: Klaus Dapp)

Dann kamen die Arbeiten, die mir dann deutlich mehr liegen. Liebevoll lötete ich neue Stecker an das Kabel und verbaute ein kleines Sortiment an Schrumpfschläuchen, damit das Licht auch wirklich immer funktioniert. Danach klebte ich noch Gewebeband an die möglichen Scheuerstellen und war wirklich froh, dass ich fertig geworden bin.

Auf dem folgenden Bild lässt sich halbwegs erkennen, dass die Rohre oben und für die Seitensteifigkeit dicker sind und damit dem „Hauptrohr“ von links oben nach rechts unten entsprechen, das die Hauptlast zu tragen hat.

Als Ursache hat Alexander Kopp „Überlastungsbruch an Schweißnaht“ diagnostiziert. Die Ursache lässt sich nicht genauer fassen, es ist aber eine Stelle an, an der das in Einzelfällen auch schon bei anderen vorgekommen ist. Ich freue mich jetzt auf viele pannenfreie Kilometer.

Vergleich neuer (oben) und alter (unten) Gepäckträger (Bild: Klaus Dapp)

Vergleich neuer (oben) und alter (unten) Gepäckträger (Bild: Klaus Dapp)

Schwarzwald Panoramaradweg – 4. Tag: Schwenningen – Neustadt – Kirchzarten – Freiburg – Darmstadt (7.270 km)

Blick Richtung Bad Dürrheim (Bild: Klaus Dapp)

Blick Richtung Bad Dürrheim (Bild: Klaus Dapp)

Nach einem noblen Frühstück, bei dem ich mich angesichts der bevorstehenden körperlichen Aktivität stark zurückhielt, ging es auf Tour. Vorbei am Schwenninger Moos, aus dem der Neckar entspringt, fuhren wir nach überqueren der Wasserscheide zwischen Neckar und Donau entlang der Quellflüsse der Donau Brigach und Breg. Dabei war es herbstlich frisch, so dass der Wechsel der Flusstäler nicht nur landschaftlich sehr schön sondern auch gut wärmend war.

Unterwegs im Brigachtal (Bild: Klaus Dapp)

Unterwegs im Brigachtal (Bild: Klaus Dapp)

Blick nach Wolterdingen von der Wasserscheide von Brigach und Breg (Bild: Klaus Dapp)

Blick nach Wolterdingen von der Wasserscheide von Brigach und Breg (Bild: Klaus Dapp)

Im Donaueschinger Stadtteil Wolterdingen querten wir die Breg auf einer historischen Brücke und stiegen dann an einem Zufluss in den Schwarzwald auf. Schon bald konnten wir den eigentlichen Radweg nicht mehr nutzen, da die Brücke der Kreisstraße, die wir nutzen wollten gerade eine neue Feinasphaltdecke bekommen hat und die seitlichen Gehwege frisch betoniert waren. So fuhren wir auf der Kreisstraße, auf der glücklicherweise wegen der Baustelle kaum Verkehr herrschte.

Historische Brücke über die Breg in Wolterdingen (Bild: Klaus Dapp)

Historische Brücke über die Breg in Wolterdingen (Bild: Klaus Dapp)

Blick auf den Kirnbergsee (Bild: Klaus Dapp)

Blick auf den Kirnbergsee (Bild: Klaus Dapp)

Nach einigem Gekurbelt passierten wir den Kirnbergsee, der sehr schön in Wald und Wiesen liegt. Als von ferne schon wieder eine Baustelle drohte, sank unsere Laune gewaltig … aber zu früh geärgert, es ging lediglich um die Abzweigung nach links. Wir mussten gerade aus auf der langen Allee. Die macht ihrem Namen alle Ehre. Auf sechs Kilometer ging es geradeaus und kontinuierlich den Berg hoch.

Das und die zunehmende Zeitnot, da ich noch eine Verabredung in Kirchzarten hatte, führten uns dazu, den Panoramaradweg zu verlassen und der alternativen Beschilderung nach Titisee-Neustadt zu folgen, die etliche Kilometer kürzer sein sollte. Blöderweise bezieht sich die Entfernungsangabe an dem Standort auf die Gemeindegrenze … und die ist für Titisee-Neustadt ziemlich lang. So hatten wir eine schöne Abfahrt und ein paar knackige Anstiege bis wir den Stadtteil Neustadt erreichten.

Prinz-Max-Allee in Friedenweiler (Bild: Klaus Dapp)

Prinz-Max-Allee in Friedenweiler (Bild: Klaus Dapp)

Blick Richtung Neustadt bzw. ins Gutachtal (Bild: Klaus Dapp)

Blick Richtung Neustadt bzw. ins Gutachtal (Bild: Klaus Dapp)

In Neustadt stürzten wir uns mit stinkenden Bremsen in die Tiefe und erreichten auch bald den Bahnhof. Blöderweise zu Schulschuss, deshalb entschlossen wir uns, den nächsten Zug nach Kirchzarten zu nehmen. In einem brechend vollen Zug macht es gar keinen Spaß noch ein Fahrrad reinzuzwängen. Die Zeit nutzten wir für einen leckeren Zwiebelkuchen.

Schwarzwaldhof (Schlegelshof) in Rudenberg (Bild: Klaus Dapp)

Schwarzwaldhof (Schlegelshof) in Rudenberg (Bild: Klaus Dapp)

Nach meinem sehr netten Treffen in Kirchzarten musste ich noch zum Bahnhof in Freiburg fahren. Nach den Steigungen des Tages machte es noch mehr Spaß, das Dreisamtal herunterzufahren. Ich musste mich dann doch etwas am Riemen reißen, um nicht noch auf den letzten Kilometern aus den Kurven zu fliegen. Der Grasshopper nahm kräftig Fahrt auf. Im Stadtgebiet von Freiburg hatte ich dann große Freude daran, mit vielen vielen Radfahrerinnen und -fahrern – und einem Velomobilisten – auf dem kürzlich in vielen Teilen ausgebauten Radweg entlang der Dreisam zu fahren. Da wurde ich wieder einmal darin bestärkt, dass es auf Stecken mit richtig viel Radverkehr sinnvoll und notwendig ist, auch eine entsprechende breite Infrastruktur zu schaffen und auch eine deutliche Trennung vom Fußverkehr hinzubekommen. So kam ich euphorisch zum Bahnhof und fuhr mit dem Zug zurück nach Darmstadt.

Radweg im Dreisamtal (Bild: Klaus Dapp)

Radweg im Dreisamtal (Bild: Klaus Dapp)

volle Distanz: 77.44 km
Maximale Höhe: 1017 m
Minimale Höhe: 280 m
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Schwarzwald Panoramaradweg – 3. Tag: Freudenstadt – Schwenningen (7.208 km)

Europäische Wasserscheide Donau bzw. Rhein/Neckar (Bild: Klaus Dapp)

Europäische Wasserscheide Donau bzw. Rhein/Neckar (Bild: Klaus Dapp)

Gestärkt mit einem leckeren Frühstück zogen wir los und querten den Marktplatz in Freudenstadt. Blöderweise wusste ich schon, was jetzt kommt. Die nächste dreiviertel Stunde kurbelten wir uns teilweise kräftig nach oben. Da zeigte sich der Schwarzwald von seiner hügeligen Seite. Entlohnt wurden wir von einer ebenso steilen Abfahrt. Leider musste ich zwischendurch anhalten, da sich am Grasshopper das hintere Schutzblech von der hinteren Schutzblechstrebe gelöst hat.

Aufstieg hinter Freudenstadt (Bild: Klaus Dapp)

Aufstieg hinter Freudenstadt (Bild: Klaus Dapp)

Schon bald verließen wir den Wald und kamen auf Freiflächen. Dort genossen wir die Sonne und die tollen Blicke über und in den Schwarzwald. Klar, dass ich nicht nur in kurzer Hose sondern auch im T-Shirt unterwegs war.

Sonne genießende Kuh (Bild: Klaus Dapp)

Sonne genießende Kuh (Bild: Klaus Dapp)

Herbstlicher Feldrand oberhalb des Kinzigtals (Bild: Klaus Dapp)

Herbstlicher Feldrand oberhalb des Kinzigtals (Bild: Klaus Dapp)

Blick von Aichfelden über das Kinzigtal in Richtung Offenburg (Bild: Klaus Dapp)

Blick von Aichfelden über das Kinzigtal in Richtung Offenburg (Bild: Klaus Dapp)

Oberhalb von Alpirsbach erreichten wir den tiefsten Punkt des Tages und mussten dann teilweise wieder kräftig aufsteigen. Die Wege auf den Freiflächen waren meistens asphaltiert und wirklich gut befahrbar.

Freifläche im Schwarzwald (Bild: Klaus Dapp)

Freifläche im Schwarzwald (Bild: Klaus Dapp)

Um so größer war die Freude, dass wir nach Villingen bergab fahren konnten. Wir nutzten die Gelegenheit und schauten uns die schöne autofreie Innenstadt der Zähringerstadt Villingen an.

Obertor in Villingen im Schwarzwald (Bild: Klaus Dapp)

Obertor in Villingen im Schwarzwald (Bild: Klaus Dapp)

Leider hatten wir keine Übernachtungsmöglichkeit in Villingen gefunden. So mussten wir noch nach Schwenningen weiterfahren und dabei zwei wichtige Grenzen überwinden. Zum einen verließen wir Baden und fuhren nach Württemberg und zum anderen querten wir die Wasserscheide zwischen Donau und Rhein.

Wir belohnten uns mit einem leckeren Abendessen und guten Coctails für die lange Tour – dies trug sicher auch dazu bei, dass wir in der Nacht tief und fest geschlafen haben.

volle Distanz: 78.78 km
Maximale Höhe: 822 m
Minimale Höhe: 612 m
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Schwarzwald Panoramaradweg – 2. Tag: Bad Wildbad – Freudenstadt (7.128 km)

Sonnenschein auf dem Sommerberg oberhalb von Bad Wildbad (Bild: Klaus Dapp)

Sonnenschein auf dem Sommerberg oberhalb von Bad Wildbad (Bild: Klaus Dapp)

Zugegeben, ich habe es schon für ziemliches Geschwätz gehalten, als ein Wanderer aus dem Saarland in der Sommerbergbahn dozierte, dass es oben ja deutlich wärmer sei… aber als wir mit der Sommerbergbahn aus dem Nebel in die Sonne fuhren, war es wirklich so. Als erstes habe ich die kurze Hose angezogen und dann konnte es losgehen.

Im Warteraum der Sommerbergbahn (Bild: Klaus Dapp)

Im Warteraum der Sommerbergbahn (Bild: Klaus Dapp)

Alleine durch den Start in der Sonne hat sich die Fahrt mit der Sommerbergbahn gelohnt. Es war gleich am Anfang schon schön warm … und genug Berg war für uns auch noch da.

Auf den nächsten rund 15 Kilometern kurbelten wir uns auf knapp 1000 Meter über Normalnull und bestiegen dann noch den Hohlohturm. Der Blick war klasse und der Turm war ein echter Publikumsmagnet, so dass wir in mehreren Sprachen der Erklärung der Umgebung lauschen konnten.

Blick vom Hohlohturm (Bild: Klaus Dapp)

Blick vom Hohlohturm in Richtung Rheinebene (Bild: Klaus Dapp)

Blick vom Hohlohturm in den Nordschwarzwald (Bild: Klaus Dapp)

Blick vom Hohlohturm in den Nordschwarzwald (Bild: Klaus Dapp)

Danach genosse wir etliche tolle Abfahrten … und lernten auch noch ganz andere Seiten des Schwarzwalds kennen.

Freifläche bei Besenfeld im Schwarzwald (Bild: Klaus Dapp)

Freifläche bei Besenfeld im Schwarzwald (Bild: Klaus Dapp)

Am Nachmittag kamen wir glücklich nach Freudenstadt. Da die Rezeption der Jugendherberge noch nicht offen war, genossen wir am berühmten Marktplatz in Freudenstadt eine leckere Torte.

Eckkirche am Marktplatz in Freudenstadt (Bild: Klaus Dapp)

Eckkirche am Marktplatz in Freudenstadt (Bild: Klaus Dapp)

In der Jugendherberge erwartete uns eine tobende Jugendgruppe. Nach dem Duschen gingen wir zu Fuß in die Stadt und ließen den Abend mit Zwiebelkuchen und neuem (württemberger) Wein ausklingen.

Unsere Befürchtung, dass wir in der Nacht kein Auge zumachen, erfüllte sich nicht. Wir waren lange genug unterwegs an der frischen Luft gewesen und entsprechend bettschwer.

volle Distanz: 52.09 km
Maximale Höhe: 993 m
Minimale Höhe: 654 m
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